TB-500.INFO erklärt die Wissenschaft hinter einem viel diskutierten Peptid. Auf dieser Website werden keine Produkte angeboten.
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Nur zu Bildungszwecken. Weder TB-500 noch Thymosin beta-4 ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt.
Studienlage

Was die Forschung zeigt

Mit Vorsicht lesen: Fast alle der folgenden Studien verwendeten das vollständige Thymosin beta-4, nicht TB-500. Ergebnisse aus Tierversuchen oder mit einem anderen Molekül lassen sich nicht einfach auf TB-500 oder auf Menschen übertragen.

Damit das Bild ehrlich bleibt, ist diese Seite nach Molekül gegliedert. Zuerst kommen die Studien zu Thymosin beta-4, danach die deutlich kleinere Zahl von Arbeiten zu TB-500 selbst.

Thymosin beta-4 bei Tieren

  • Hautwunden bei Ratten (J Invest Dermatol, 1999): Auf die Haut aufgetragen oder gespritzt, steigerte Thymosin beta-4 das Nachwachsen der Haut über Wunden voller Hautdicke an Tag 4 um 42 % und an Tag 7 um bis zu 61 % im Vergleich zu Kochsalzlösung. Im Labor erhöhte es außerdem die Wanderung von Keratinozyten auf das Zwei- bis Dreifache.
  • Herzschädigung bei Mäusen (Nature, 2004): Nach dem Abbinden einer Herzkranzarterie behielten behandelte Mäuse mehr lebende Herzmuskelzellen und hatten eine bessere Herzfunktion. Das Protein wirkte über die Proteine ILK und Akt.
  • Reparaturzellen des Herzens (Nature, 2007): In erwachsenen Mäuseherzen weckte Thymosin beta-4 ruhende Zellen in der äußeren Schicht und half ihnen, neue Blutgefäßzellen zu bilden.

Thymosin beta-4 beim Menschen

  • Sicherheit bei Freiwilligen (2010): 40 gesunde Erwachsene erhielten intravenös Thymosin beta-4 oder Placebo, in Einzeldosen von 42 bis 1.260 mg und anschließend täglich über 14 Tage. Die Studie berichtete keine dosislimitierende Toxizität und keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse.
  • Venöse Beingeschwüre (2010): Eine placebokontrollierte Phase-2-Studie mit 73 Patienten in Italien und Polen testete ein Gel zur äußeren Anwendung. Die Verträglichkeit war mit Placebo vergleichbar. Die Autoren berichteten bei einer Dosis von einer möglichen Beschleunigung der Heilung, mit vollständigem Verschluss bei etwa einem Viertel der Patienten innerhalb von drei Monaten.
  • Schweres trockenes Auge (Cornea, 2015): Eine Phase-2-Studie mit neun Patienten fand mit den Augentropfen RGN-259 weniger Beschwerden und weniger Hornhautschäden als mit Trägertropfen.
  • Neurotrophe Keratopathie (Int J Mol Sci, 2022): In einer Phase-3-Studie mit 18 Patienten heilte eine Hornhautwunde nach vier Wochen bei 6 von 10 Patienten unter RGN-259 und bei 1 von 8 unter Placebo vollständig ab. Der Unterschied in diesem Hauptmaß war statistisch nicht signifikant, einige Nebenmaße jedoch schon.

Diese Studien waren klein, und mehrere wurden von den Unternehmen durchgeführt oder finanziert, die das Produkt entwickelten. Vielversprechende Signale sind bisher nicht zu einem zugelassenen Arzneimittel geworden.

TB-500 selbst

  • Nachweis bei Pferden (J Chromatogr A, 2012): Das Fragment und seine Abbauprodukte ließen sich nach einer Einzeldosis in Pferdeplasma und -urin nachweisen. Die Studie befasste sich mit dem Nachweis, nicht mit Wirkungen.
  • Stoffwechsel und Zelltests (J Chromatogr B, 2024): TB-500 wurde schnell abgebaut, und in Tests mit Fibroblasten verbesserte nur sein Fragment Ac-LKKTE den Wundverschluss.

Wir haben keine veröffentlichte kontrollierte Studie zu TB-500 am Menschen gefunden. Behauptungen über seine Wirkungen beim Menschen beruhen daher auf Studien zu einem anderen, viel größeren Molekül.

Offene Fragen

  • Reproduziert das Fragment aus sieben Aminosäuren in lebenden Tieren überhaupt eine der Wirkungen des vollständigen Proteins?
  • Was passiert bei wiederholter oder langfristiger Exposition?
  • Könnte die Förderung von Zellwanderung und neuen Blutgefäßen unerwünschte Folgen haben, etwa für bestehende Tumoren?
  • Wie gleichmäßig ist die Qualität des Materials, das unter dem Namen TB-500 verkauft wird?

Quellen

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  2. Safer D, Elzinga M, Nachmias VT. Thymosin beta 4 and Fx, an actin-sequestering peptide, are indistinguishable. J Biol Chem. 1991;266:4029-4032. PMID 1999398
  3. Malinda KM, et al. Thymosin beta4 accelerates wound healing. J Invest Dermatol. 1999;113:364-368. PMID 10469335
  4. Bock-Marquette I, et al. Thymosin beta4 activates integrin-linked kinase and promotes cardiac cell migration, survival and cardiac repair. Nature. 2004;432:466-472. PMID 15565145
  5. Smart N, et al. Thymosin beta4 induces adult epicardial progenitor mobilization and neovascularization. Nature. 2007;445:177-182. PMID 17108969
  6. Ruff D, et al. A randomized, placebo-controlled, single and multiple dose study of intravenous thymosin beta4 in healthy volunteers. Ann N Y Acad Sci. 2010;1194:223-229. PMID 20536472
  7. Guarnera G, et al. The effect of thymosin treatment of venous ulcers. Ann N Y Acad Sci. 2010;1194:207-212. PMID 20536470
  8. Treadwell T, et al. The regenerative peptide thymosin β4 accelerates the rate of dermal healing in preclinical animal models and in patients. Ann N Y Acad Sci. 2012;1270:37-44. PMID 23050815
  9. Ho EN, et al. Doping control analysis of TB-500, a synthetic version of an active region of thymosin β4, in equine urine and plasma. J Chromatogr A. 2012;1265:57-69. PMID 23084823
  10. Davison G, Brown S. The potential use and abuse of thymosin β-4 in sport and exercise science. J Sports Sci. 2013;31:917-918. PMID 23421910
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  12. Sosne G, et al. 0.1% RGN-259 (thymosin ß4) ophthalmic solution promotes healing and improves comfort in neurotrophic keratopathy patients in a randomized, placebo-controlled, double-masked phase III clinical trial. Int J Mol Sci. 2022;24:554. PMID 36613994
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  14. Delcourt V, et al. Equine doping controls of thymosin β4: a population study and strategy for misuse detection. Drug Test Anal. 2025. PMID 39314109